Standards für Coaches
Zur Sicherstellung und Förderung von Qualität im Business Coaching wurde ein Kompetenzanforderungsprofil für Coaches entwickelt: Das Coach Competence Modell - CCM.
Coaching verlangt entsprechendes Wissen und Können, um zu verstehen, worum es intrapersonal, interpersonal und unternehmerisch geht. Dafür werden Kompetenzen benötigt, die wiederum auf der Grundlage von Wissen entstehen.
Coaching-Kompetenz ist das Reflexions- und Handlungsvermögen im Kontext der personorientierten dialogischen Beratung von Menschen in der Arbeitswelt. Damit ist einerseits eine Aktivitäts- bzw. Handlungsorientierung gemeint, d.h. die Fähigkeit, etwas zu praktizieren bzw. umzusetzen. Zum anderen meint es die (Selbst-)Reflexivität mit dem Anspruch, auch reflektieren zu können, wann, wie und warum ein Handeln bzw. So-Reagieren angemessen ist.
Fünf Kompetenzklassen
Das CCM beschreibt in fünf Kompetenzklassen mit insgesamt 29 Kompetenzclustern und 117 Kompetenzen konkrete Anforderungen an einen professionellen Business Coach, je nach seiner Qualifikation:
- Associate Coach – bis zu 3 Jahre Coaching-Erfahrung
- Professional Coach – mindestens 3 Jahre Coaching-Erfahrung
- Senior Coach – mindestens 5 Jahre Coaching-Erfahrung
Coaching braucht Kompetenzen. Weltweit.
Das CCM beschreibt Kompetenzen für:
- (Selbst-)Reflexion - Persönlichkeit
- Beziehungsgestaltung - Sozialkompetenz
- Wissen - Sachkompetenz
- Methoden - Methodenkompetenz
- Erfahrung - Feldkompetenz
Was ist eine Kompetenz?
Eine Kompetenz ist eine Disposition für leistungsorientiertes Verhalten. Eine persönliche Kompetenz zeichnet sich aus durch:
- Bewältigung komplexer Anforderungen
- Kreative Problembewältigung
- Lösungsorientiertes Verhalten
- Zusammenhang von Persönlichkeits-eigenschaften, Fähigkeiten und Motiven
- Leistungs- und Konstruktbezug
- Entwicklungsfähigkeit
Qualitätsstandards für Business Coaching
Das Coach Competence Model (CCM)
Coaching braucht Methoden. Weltweit.
Methodenkompetenz bedeutet:
Didaktische Kompetenz, Planungskompetenz, Dialogkompetenz, Analytische Kompetenz und Kognitiv-emotionale Entwicklungskompetenz
Coaching braucht Erfahrung. Weltweit.
Feld- u. Funktionskompetenz bedeutet:
Professionalität, Feld- und Funktionserfahrung, Berufliche Fortbildung & Entwicklung, Organisationale Kompetenz, Gruppenprozesse gestalten, Rollenbewusstsein und Mikropolitisches Geschick
Coaching braucht Wissen. Weltweit.
Sachkompetenz bedeutet:
Allgemeinbildung, Philosophische, soziale, pädagogische, psychologische, wissenschaftliche Ressourcen und Ressourcen der Coaching-Forschung, Juristische Ressourcen und Integration von Theorie und Praxis
Coaching erfordert die Fähigkeit, Beziehungen aufzubauen und zu gestalten. Weltweit.
Sozial-kommunikative Kompetenz bedeutet:
Kommunikationsfähigkeit, Beziehungsfähigkeit, Reflexibilität und Selbstsicherheit
Coaching braucht (Selbst)-Reflexion. Weltweit.
Persönlichkeit bedeutet:
Motivation, Wahrnehmunsgfähigkeit, Urteilsfähigkeit, Lern- und Entwicklungsfähigkeit und Selbstregulation
Unsere Anforderungen an Coaches basieren auf fünf Kompetenzdimensionen mit mehreren Kompetenzclustern.
Das Modell wird aktuell von der Universität Salzburg wissenschaftlich evaluiert.
Mehr erfahren zu den fünf Kompetenzklassen
Im Coaching Compendium der IOBC (in englischer Sprache*) sind unsere Qualitätsstandards für Coaches, Coaching-Prozesse, einer Professionsethik und Aus-, Fort- und Weiterbildungen vollständig und aktuell beschrieben.
* in deutscher Sprache herausgegeben vom Deutschen Bundesverband Coaching e.V. unter www.dbvc.de
Die IOBC ist Signatory und aktive Mitgestalterin der aktuellen überarbeiteten Fassung des Global Code of Ethics. Der Kodex versteht sich als Leitfaden und Orientierungshilfe und formuliert Best-Practise-Erwartung im Coaching. Gerade vor dem Hintergrund wachsender Marktunübersichtlichkeit setzen wir mit diesem Engagement ein starkes Zeichen für Transparenz, Qualität und internationale Standards im Business Coaching.
* der Global Code of Ethics steht demnächst auch auf deutsch zur Verfügung.